Effekte & CoreImage

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Effekte sind Vektor- und Bitmap-Operationen, angewandt an einer Intaglio-Grafik, um ein Bild herzustellen, welches allein nur mit Vektor-Operationen nicht erstellt werden könnte. Hier ein Beispiel: Um einen Kreis mit Schlagschatten zu erhalten, könnten Sie eine verschwommene Kreislinie leicht versetzt unter einer Kreisfläche platzieren. All diese Operationen werden bei Intaglio-Effekten automatisch vollzogen.

  

Standard-Intaglio-Effekte verlangen mindestens Mac OS X 10.3 (Panther). Wenn Sie über Mac OS X 10.4 (Tiger) verfügen und Ihr Computer dazu noch mit einer kompatiblen Videokarte bestückt ist, können Sie auch die erweiterten Effekte anwenden, basierend auf der Technologie von Apples CoreImage.

Da Effekte voraussetzen, dass Vektor-Grafiken zu Bitmaps konvertiert werden, verwendet Intaglio die Auflösung des Dokuments, um die Größe der zu realisierenden Bitmap-Datei festzulegen. Bitte beachten Sie dabei, dass Ihre Vektor-Grafiken bearbeitbar bleiben, wenn Sie Effekte verwenden. Aber die Bitmaps der Effekte müssen wieder erneuert werden, nachdem eine Grafik bearbeitet worden ist. Weil dies bei langsameren Computern oder bei hoher Auflösung sehr viel Zeit in Anspruch nehmen kann, stehen zwei Wege offen, um die Bearbeitungszeit abzukürzen:
1. Alle Effekte ausblenden.
2. Die Auflösung der Vorschau von Effekten herabsetzen.


Das Effekte-Eingabefenster

            
Im Effekte -Eingabefenster werden alle Effekte aufgelistet, welche in der ausgewählten Grafik Verwendung finden. Diese Effekte sind von oben nach unten aufgeführt und können ggf. bearbeitet werden. Ihre Reihenfolge können Sie vertauschen und damit den Gesamteffekt umgestalten. Die Abbildung oben zeigt eine 3D-Beleuchtung, welche über einen Außenschatten gelegt worden ist. Via Schaltflächen am Fuß der Liste können Sie Effekte hinzufügen, wegnehmen oder die Wahlmöglichkeiten bei Effekten verändern. In der Anzeigetafel via Schalttaste rechts können Sie die Einstellungen der gewählten Effekte präzisieren.

Standard-Effekte

  • Außenschatten (Schattenwurf)
    Unter der Originalgrafik wird ein Schatten erzeugt, der einem den Eindruck vermittelt einer über der Seite schwebenden Grafik.

  • Innenschatten
    Im Innern der Originalgrafik wird ein Schatten erzeugt, so, dass man den Eindruck bekommt, als sei die Grafik aus der Seite geschnitten.

  • Lichteffekt außen
    Hinter der Originalgrafik wird außerhalb ihrer Konturen ein Lichterschein erzeugt.

  • Lichteffekt innen
    Innerhalb der Konturen der Originalgrafik wird ein Lichterschein erzeugt.

  • Weichzeichner
    Die Originalgrafik wird mit einem Weichzeichnungsfilter bearbeitet, was am besten mit Bitmap-Grafiken gelingt.

  • Gauß'scher Weichzeichner
    Die Originalgrafik wird mit einem Gauß'schen Weichzeichnungsfilter bearbeitet, was am besten mit Bitmap-Grafiken gelingt.
    Der Filter kann auch auf die Maske einer Grafik angewandt werden, was diese ganz in einen Schatten eintauchen lässt.

  • Scharfzeichnen
    Die Originalgrafik wird mit einem Scharfzeichnungsfilter bearbeitet, was am besten mit Bitmap-Grafiken gelingt.

  • 3D-Beleuchtung
    Hier kommen 3D-Bild-Algorithmen zur Anwendung, um das Erscheinungsbild eines beleuchteten Reliefs zu imitieren. Bei dieser Simulation ermöglichen verschiedene Regler die Bearbeitung von Lichtführung und 3D-Oberfläche der Grafik.

  • Reflexion
    Erzeugt ein Abbild der Reflexion der Originalgrafik unterhalb derselben.

CoreImage-Effekte

 

CorImage ist eine innovative Grafiktechnologie von Mac OS X 10.4, welche mit den heutigen modernen Grafikkarten in der Bildverarbeitung Verwendung findet. Intaglio erlaubt es Ihnen, mit CoreImage eine Fülle von Effekten zu erzeugen, deren Begrenzung nur bei der Grafik-Hardware und Ihrer Vorstellungskraft zu suchen ist. Computer mit weniger leistungsfähigen Videokarten vermögen viele CoreImage-Extras zu nutzen. Ihre Anwendung jedoch ist langsamer. Erfahrungen zeigen, dass sich einige Möglichkeiten nicht umsetzen lassen.

CoreImage beinhaltet viele unterschiedliche Bild-Verarbeitungsfilter, Bildeinheiten genannt. Um diese Filter anzuwenden, wollen Sie sich bitte die erweiterten Effekte ansehen; zu finden im Menü "Effekte zufügen" des Effekte-Eingabefensters. Beim Einsatz der auf Ihrem Computer fix installierten Filter via Menü Effekte zufügen, d.h. via "+", werden diese im Eingabefenster sichtbar.

            


  • Der Sammlung beifügen / daraus entfernen
    Hier kann eine ausgewählte Grafik benannt, der Effekte-Sammlung zugeführt oder daraus entfernt werden. Indem Sie der Effekte-Sammlung eine Grafik beifügen, wird ermöglicht, dass Sie die Effekte derselben auf eine andere Grafik übertragen können. Grafiken aus der Effekte-Sammlung können nicht aus dem Dokument gelöscht werden. Sie lassen sich aber in eine andere (möglichst unsichtbare) Ebene bewegen.

      


  • Immer CoreImage verwenden
    Dies ist eine Wahlmöglichkeit für spezielle Grafiken. Ist sie für dieselben freigeschaltet, wird, wenn immer möglich, CoreImage verwendet, um Standardeffekte zu verarbeiten, auch dann, wenn diese Effekte ohne Verwendung von CoreImage dargestellt werden könnten. Dieses Verfahren wird häufig etwas langsamer sein und sich im Ergebnis geringfügig von demjenigen unterscheiden, welches der Intaglio- Standardeffekt-Mechanismus erzeugt.


  • Farbangleichungs-Effekte
    Dies ist eine Wahlmöglichkeit für spezielle Grafiken. Sind solche zur Verwendung als Effektquellen geschaffen worden, vermag CoreImage die Farben anzugleichen. Effekte für Grafiken, die mit "Farbangleichungs-Effekte" gekoppelt worden sind, verwenden immer CoreImage-Farbangleichungs-Effekte.


  • Effekt-Auflösung ignorieren
    Dies ist eine Wahlmöglichkeit für spezielle Grafiken. Mit einer Änderung der Auflösung der Effekte, werden normalerweise die Effekte automatisch skaliert. "Effekte-Auflösung ignorieren" unterdrückt diese Skalierung. Dies ist wünschenswert bei der Verwendung einiger CoreImage-Filter, wo das Resultat vom Ausmaß der exakt unterstützten "Quell-Pixel" abhängt. Dabei wird erreicht, dass das Endresultat mit hoher Auflösung der Vorschau auf dem Bilschirm entspricht. Z.B. kann das bei der Anwendung der Filter "Kantenbearbeitung" und "Vergröberungsfilter" von Vorteil sein.

  • Freistell-Effekte
    Einige Bildeinheiten geben sehr große Resultate wieder. Intaglio beschneidet diese automatisch auf Dokumentgröße. Es kann aber auch wünschenswert (und schneller) sein, die Bildeinheiten per Eingabe oder auf die Ausdehnungen der vorgegebenen Bildgröße der Quellgrafik zu beschneiden. Dabei nimmt CoreImage die Ecke unten links als Ursprung an. Die Werte für den Bildausschnitt beziehen sich auf diese Ecke der Grafik.


     


  • Effekte zusammenbringen
    Erzeugt eine Sammlung von Effekten, indem die aktuell ausgewählten Effekte gruppiert werden.

  • Sammlung vereinzeln
    Hebt die Gruppierung in der Effektesammlung auf.

  • Erweiterte Effekte ein- /ausblenden
    Dem Menü "Effekte zufügen" ("+") sind kategorienweise Untermenüs zugeordnet, welche die verfügbaren CoreImage-Filter beinhalten. Via Schaltfläche rechts entscheiden Sie, ob die Untermenüs ein- oder ausgeblendet werden sollen.


      

CoreImage in der Anwendung

Das CoreImage-Beispiel oben zeigt eine Grafik, welche als Quelle für eine andere verwendet worden ist. "Beleuchtete Kugel" ist auf einer 3D-Oberfläche umgesetzt worden, die aus einem Textblock generiert wurde. Die "Beleuchtete Kugel" ist eine reine Pixelgrafik im Dokument, die verschiedene Lichtquellen in sich vereint. Der Effekt beinhaltet außerdem zwei Außenschatten, um den grünen und roten Beleuchtungsakzent in die Kugeloberfläche einzubringen. Die Liste im Fenster zeigt die Filter, welche nötig sind, um diesen Effekt zu erzielen. Die Filter unten in der Liste sind vor den darüberliegenden gesetzt worden. D.h. die obersten Filter in der Liste sind über die darunterliegenden gelegt worden. In der Liste können die Filter durch Verschieben neu geordnet werden.

Jeder Filter hat eine Ausgabe und keine oder mehrere Inputs (d.h. Quellen). Häufig, wie aus diesem Beispiel ersichtlich, sind mehrere Filter zusammengekettet, indem die Ausgabe des ersten mit der Quelle des zweiten verknüpft wird usw. Filter-Quellen können die Ausgabe von vorangestellten Filtern sein (einschließlich "Generator"-Filter) oder eine Grafik im Dokument, welche zuvor der Quellen-Liste zugeführt worden ist. Bei diesem Beispiel nutzt der Filter "Schattiertes Material" die Grafik der "Beleuchteten Kugel" als seinen "Bild schattieren"-Input. Bei der Ausgabe stehen verschiedene Kanäle zur Verfügung, bereit zur Aufnahme von Zwischenresultaten, um mit späteren Filtern kombiniert zu werden.
Beim Beispiel unten wird in der Ausgabe der Filter "Schattiertes Material" vorerst im Kanal A verwahrt, um danach als Input (Quelle) für die zwei Außenschatten-Filter verwendet zu werden. Die Ausgaben der beiden Außenschatten-Filter bilden dann in Kombination miteinander das fertige Bild. Das Diagramm unten zeigt die Kette von Filtern, welche im Bild oben verwendet worden sind sowie die Zwischenresultate im Verlaufe des Prozesses. Die Filter aus der Liste im Effekte-Eingabefenster in der Abbildung oben finden Sie in der grafischen Darstellung unten in der rechten Spalte.


Unten sehen Sie einen radialen Platscher als Verzerrungsfilter. Dieser ist vor den Außenschatten und dem Abdunkeln mit Hilfe des Filters "Gamma anpassen" gesetzt worden. Hierbei ist zu beachten, dass sich die Außenschatten nicht verändern, da sie auf dem Zwischenresultat des Filters "Schattiertes Material" als Input (Quelle) basieren. Die Gesamtwirkung aller Filter über demjenigen von "Schattiertes Material" führen in Kombination miteinander zum fertigen Bild.